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Redaktionelles Journal, kein Möbelverkauf

Hohe Decken. Wenig Stauraum. Trotzdem Ordnung.

Cravonis dokumentiert, wie sich Altbauwohnungen mit drei Meter Deckenhöhe und quadratmeterknappem Grundriss organisieren lassen. Jeder Beitrag mit Maßangaben, ohne Produktverkauf.

3,10 mtypische Deckenhöhe Gründerzeit
80 cmhäufige Flurbreite in Altbauten
28–34 m²Grundriss vieler Kleinwohnungen
Vertikale Regalwand mit Holzleiter bis unter die Decke
Vertikal nutzen

3,10 m Höhe, sechs Ebenen

Wie ein schmales Regalsystem den Raum bis zur Decke ausnutzt.

Schmaler Flur mit Garderobenhaken auf zwei Ebenen
80 cm Flur

Garderobe ohne Tiefe

Warum flache Haken und Hochschienen breiter wirken als sie sind.

Minimalistisches japanisches Zimmer mit Tatami und niedrigem Möbel
Japan lernen

30 m² ohne Überfluss

Prinzipien aus dem japanischen Kleinwohnen, übersetzt auf Wien.

Redaktionelle Prinzipien

Woran sich jeder Beitrag auf Cravonis orientiert, unabhängig vom Thema.

Maßangaben statt Meinung

Jede Empfehlung ist mit konkreten Zentimetern hinterlegt, nicht mit vagen Formulierungen.

Kein Möbelverkauf

Cravonis verkauft keine Produkte und vermittelt keine Möbelhäuser. Es geht um Organisation, nicht um Einkauf.

Fokus Altbau Österreich

Die meisten Beispiele stammen aus Gründerzeithäusern in Wien, Graz und Linz mit typischen Grundrissproblemen.

Unabhängig recherchiert

Beiträge entstehen durch Besichtigungen, Gespräche mit Bewohnerinnen und Bewohnern und eigene Skizzen.

Hohes Altbaufenster mit Lichteinfall in einer kleinen Wohnung 3,20 m Raumhöhe, 26 m² Fläche
Das Grundproblem

Viel Luft über dem Kopf, wenig Fläche unter den Füßen

Wiener Gründerzeitwohnungen wurden selten für Stauraum geplant. Die Räume sind hoch, oft über drei Meter, aber die nutzbare Grundfläche liegt häufig unter 35 Quadratmetern. Kastenmöbel aus dem Baumarkt stoßen an ihre Grenzen: Normhöhen von 200 oder 236 Zentimetern lassen fast einen Meter Luft ungenutzt.

Cravonis sammelt Lösungen, die diese Lücke schließen, ohne bauliche Eingriffe oder teure Sonderanfertigungen vorauszusetzen. Im Zentrum stehen Beobachtungen aus echten Wohnungen: was funktioniert, was in der Praxis scheitert, und warum.

Wie sich das auf die eigene Wohnung übertragen lässt

Vier Themen, die immer wieder auftauchen

Ausgewählte Schwerpunkte aus dem Journal, jeweils mit konkreten Maßen.

Hängende Kleiderstange die bis fast unter die Zimmerdecke reicht
Vertikale Zonierung

Wie man einen drei Meter hohen Raum vertikal nutzt

Ein Zimmer mit 3,00 bis 3,20 Meter Höhe lässt sich in drei Zonen teilen: Greifzone bis 180 cm, Übergangszone bis etwa 220 cm für selten genutzte Dinge, und die obere Zone darüber für Koffer, Saisonware oder Kartons. Wandregale, die bis zur Decke reichen, statt bei 200 cm zu enden, schaffen ohne zusätzlichen Grundriss spürbar mehr Volumen. Entscheidend ist eine stabile Befestigung im Altbau-Mauerwerk und ein Zugang über Trittleiter oder Hocker, der nicht im Weg steht.

Offenes Regalsystem an einer schrägen Altbauwand mit Nische
Einbauschränke im Altbau

Warum Einbauschränke fast nie passen

Altbauwände sind selten im rechten Winkel, Böden haben oft ein Gefälle von mehreren Zentimetern über die Raumlänge, und Sockelleisten variieren in der Höhe. Serienmäßige Einbauschränke rechnen mit geraden Linien und Standardmaßen. In der Praxis bleiben Lücken von zwei bis fünf Zentimetern, die sich kaum kaschieren lassen. Offene Regalsysteme, die auf Maß gebaut oder modular an die Wand angepasst werden, kommen mit Unregelmäßigkeiten besser zurecht als geschlossene Korpusmöbel.

Achtzig Zentimeter breiter Flur mit schmaler Garderobenleiste
80 cm Flur

Ein schmaler Flur als Garderobe

Bei einer Durchgangsbreite von 80 Zentimetern bleibt nach DIN-Empfehlung wenig Spielraum für Möbel mit Tiefe. Flache Wandsysteme mit einer Aufbautiefe von unter 12 Zentimetern lassen trotzdem eine Durchgangsbreite von rund 65 bis 68 Zentimetern übrig, was für den täglichen Gebrauch ausreicht. Zwei versetzte Hakenreihen in unterschiedlicher Höhe verteilen Jacken und Taschen, ohne dass sich alles auf einer Ebene staut.

Japanisches Zimmer mit niedrigem Futon und eingebauten Schiebetüren
Japanisches Wohnen

Was 30 Quadratmeter in Japan lehren

In japanischen Kleinstwohnungen ist Stauraum oft in die Architektur integriert: Oshiire-Nischen mit Schiebetüren, Futons statt fixer Betten, multifunktionale Möbel, die sich wegräumen lassen. Übertragen auf Wiener Zimmer bedeutet das: weniger fixe Möbelstücke, mehr Elemente, die je nach Tageszeit ihre Funktion wechseln, und eine bewusste Trennung zwischen Dingen des täglichen Gebrauchs und selten benötigten Objekten.

Wie ein Beitrag bei Cravonis entsteht

Der Rechercheweg von der Wohnungsbesichtigung bis zum fertigen Artikel.

01

Grundriss und Maße aufnehmen

Vor Ort wird mit Zollstock und Laser gemessen: Deckenhöhe, Wandwinkel, Nischentiefe, Fensterbrüstung. Diese Zahlen bilden die Grundlage für jeden späteren Vorschlag.

02

Bestehende Lösung dokumentieren

Was hat die Bewohnerin oder der Bewohner bereits ausprobiert? Welche Regale, Haken oder Umbauten haben sich bewährt, welche wurden wieder entfernt?

03

Prinzipien statt Produkte ableiten

Aus der konkreten Situation wird ein übertragbares Prinzip formuliert, zum Beispiel eine Zonierung nach Höhe oder eine Aufbautiefe als Richtwert.

04

Text mit Maßangaben schreiben

Der fertige Beitrag nennt Zentimeter statt vager Beschreibungen und verzichtet auf Empfehlungen zu bestimmten Marken oder Shops.

Kleine Wohnungen brauchen keine kleineren Möbel. Sie brauchen eine klarere Vorstellung davon, was wo hingehört und wie oft es gebraucht wird.

Redaktionelle Leitlinie von Cravonis

Für die eigene Wohnung weiterdenken

Nicht jede Wohnung hat exakt 80 Zentimeter Flurbreite oder 3,10 Meter Deckenhöhe. Auf der Seite zur Personalisierung wird gezeigt, wie sich die vorgestellten Prinzipien auf abweichende Maße übertragen lassen.

Zur Personalisierung
Schreibtisch mit Grundrissplänen, Maßband und Notizen
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