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Über das Journal

Wer dahinter steckt

Cravonis ist kein Redaktionsteam mit Großraumbüro. Es ist ein kleines, unabhängiges Projekt, das aus einer konkreten Wohnsituation in Wien entstanden ist.

Arbeitsplatz der Redaktion mit Notizbuch, Maßband und Grundrisszeichnungen

Der Ausgangspunkt: 29 Quadratmeter, 3,15 Meter Höhe

Cravonis begann mit einer einzelnen Wohnung im dritten Wiener Gemeindebezirk. Gründerzeit, hohe Fenster, ein Zimmer mit knapp über drei Metern Deckenhöhe und ein Vorzimmer, das an der schmalsten Stelle 79 Zentimeter misst. Serienmöbel passten selten, Einbauschränke aus dem Baumarktkatalog scheiterten an schiefen Wänden.

Aus der Notwendigkeit, für diese eine Wohnung praktikable Lösungen zu finden, entstand die Idee, die Erkenntnisse systematisch aufzuschreiben. Nicht als Ratgeber mit Produktempfehlungen, sondern als Sammlung von Beobachtungen mit nachvollziehbaren Maßangaben.

Mittlerweile fließen auch Besichtigungen anderer Altbauwohnungen in Wien, Graz und Linz in die Beiträge ein. Der Anspruch bleibt gleich: was in einer Wohnung mit bestimmten Maßen funktioniert hat, wird so beschrieben, dass es sich auf andere, ähnliche Grundrisse übertragen lässt.

Woran sich die Arbeit orientiert

Ein paar Grundsätze, die bei jedem Beitrag gelten.

Messen statt schätzen

Jede Zahl, die in einem Beitrag genannt wird, stammt aus einer tatsächlichen Messung vor Ort und nicht aus einer Schätzung oder einem Katalogwert.

Gespräche vor Ort

Wo möglich, wird mit den Menschen gesprochen, die in der jeweiligen Wohnung leben: was hat sich bewährt, was wurde nach kurzer Zeit wieder verworfen.

Keine Produktbindung

Es werden keine Möbelhäuser, Marken oder Onlineshops empfohlen. Es geht um Prinzipien, die unabhängig vom Anbieter funktionieren.

Übertragbarkeit im Blick

Ein Beitrag über eine bestimmte Wohnung soll auch für Leserinnen und Leser mit abweichenden Maßen nachvollziehbar bleiben.

Fassade eines Wiener Gründerzeithauses mit hohen Fenstern

Warum Wien im Mittelpunkt steht

Ein großer Teil des Wiener Wohnungsbestands stammt aus der Gründerzeit zwischen 1848 und 1918. Diese Häuser haben oft sehr hohe Räume in den unteren Stockwerken und deutlich niedrigere in den oberen, aufgeteilt in kleine Einheiten, die im Lauf der Jahrzehnte aus größeren Wohnungen entstanden sind. Diese Bauweise erzeugt ein wiederkehrendes Muster: viel Höhe, wenig Fläche, unregelmäßige Grundrisse.

Cravonis konzentriert sich deshalb bewusst auf diesen Wohnungstyp, erweitert die Beobachtungen aber auch auf vergleichbare Altbaubestände in anderen österreichischen Städten, etwa in Graz oder Salzburg, wo ähnliche Deckenhöhen und Flurbreiten auftreten.

Fragen zu einem Beitrag oder einer Wohnsituation?

Cravonis beantwortet keine individuellen Einrichtungsanfragen, freut sich aber über Hinweise, Rückfragen zu bestehenden Beiträgen oder Vorschläge für Themen, die noch fehlen.

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