Personalisierung der Konzepte
Nicht jede Wohnung hat 80 Zentimeter Flurbreite oder exakt drei Meter Deckenhöhe. Diese Seite zeigt, wie sich die redaktionellen Beobachtungen auf andere Maße übertragen lassen.
Warum Übertragung wichtiger ist als Nachbauen
Ein Regal, das in einer 3,15 Meter hohen Nische funktioniert, passt nicht automatisch in einen Raum mit 2,85 Metern. Die Zahl selbst ist weniger wichtig als das Prinzip dahinter: die Aufteilung des Raums in Zonen nach Zugriffshäufigkeit. Auf dieser Seite geht es darum, wie sich dieses Prinzip auf die eigenen vier Wände anwenden lässt, unabhängig von den konkreten Maßen im Beispiel.
Drei Schritte zur eigenen Zonierung
Eine einfache Methode, um vertikalen Stauraum an die eigene Deckenhöhe anzupassen.
Eigene Höhe messen
Deckenhöhe an mehreren Stellen im Raum messen, da Altbaudecken selten exakt eben sind. Der niedrigste gemessene Punkt ist die maßgebliche Zahl für die Planung.
Drei Zonen markieren
Zone eins bis 160 bis 180 Zentimeter für den täglichen Zugriff. Zone zwei bis etwa 70 Prozent der Gesamthöhe für wöchentlich genutzte Dinge. Der Rest bis zur Decke für seltene Gegenstände.
Zugang einplanen
Für die obere Zone eine feste Trittleiter oder einen stabilen Hocker einplanen, statt improvisierter Lösungen. Das entscheidet oft darüber, ob eine Zone tatsächlich genutzt wird.
Beispielrechnung: von 3,10 m auf 2,80 m übertragen
Ein im Journal beschriebenes Regalsystem nutzt bei 3,10 Meter Deckenhöhe sechs Ebenen mit durchschnittlich 48 Zentimetern Abstand. Bei einer Deckenhöhe von 2,80 Metern reduziert sich der verfügbare Raum um 30 Zentimeter, was etwa einer Ebene entspricht. Statt sechs Ebenen mit reduziertem Abstand zu erzwingen, funktioniert es in der Praxis oft besser, auf fünf Ebenen zu gehen und den Abstand zwischen den unteren, häufig genutzten Ebenen etwas großzügiger zu halten als zwischen den oberen.
Diese Art der Anpassung, Zonen eher zusammenzulegen als sie gleichmäßig zu stauchen, taucht in mehreren Beiträgen als wiederkehrendes Muster auf.
Checkliste vor der Planung
Bevor ein Konzept aus einem Beitrag übernommen wird, lohnt sich eine kurze Bestandsaufnahme der eigenen Wohnung:
- Deckenhöhe an mindestens zwei Stellen im Raum gemessen
- Wandwinkel geprüft, besonders in Raumecken und bei Nischen
- Durchgangsbreite in Fluren und schmalen Zonen notiert
- Zugriffshäufigkeit der zu verstauenden Gegenstände grob eingeschätzt
- Belastbarkeit der Wand für Befestigungen berücksichtigt, insbesondere bei Ziegel- oder Holzbalkendecken
Fragen zur Übertragung eines Konzepts?
Cravonis gibt keine individuelle Einrichtungsberatung, beantwortet aber redaktionelle Rückfragen zu bestehenden Beiträgen über die Kontaktseite.
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